Polizeiskandale vertuscht - dramatische Wende im Justizfall Olaf Mertins

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Polizeiskandale  vertuscht - dramatische Wende im Justizfall Olaf Mertins

Aktualisierung 1.11.2017

Nachdem die niedersächsischen Behörden monatelang nicht bestätigen wollten, dass sie Schreiben der "Kameraden" Volker Leiter, Bernd Herstedt u.a. erhalten haben, in denen der Kaufmann Olaf Mertins mit dem Tod bedroht und angekündigt wurde, sein Kind einem Pädophilenring auszuhändigen, haben sie jetzt überraschend eingeräumt, die Schreiben sehr wohl erhalten zu haben. Dies wirft ein völlig neues Licht auf den Fall, zumal die von mir nachgewiesenen Fakten im Polizeiskandal Mertins dem  Vernehmen nach als "lächerlich", "nicht glaubwürdig" und "abwegig" bezeichnet wurden.

Unterdessen teilte die Staatsanwaltschaft Hannover mir mit, dass sie wegen des Abgreifens meines elektronischen E-Mailpostfachs keine Ermittlungen durchführt. Bekanntlich haben die Personen, die sich „Kameraden“ nennen, meine elektronische Post abgegriffen und ausgewertet. Obwohl ich die Schreiben des Haupttäters Volker Leiter an seine „Kameraden“ Bernd Herstedt und Jens Röpke, in denen man sich über das Abgreifen meiner Dateien austauscht, in meinem Buch „Hannover-Connection 2.0- Justiz und Verwaltung im Zwielicht“ öffentlich gemacht habe, sieht die Staatsanwaltschaft keinen Anfangsverdacht. Schlimmer noch, selbst das Bekennerschreiben an den Landespolizeipräsidenten Uwe Binias und andere Amtspersonen, in dem sich Volker Leiter damit brüstet, einen „Riesencoup“ gelandet und meine Dateien abgegriffen zu haben“, wird demnach von den niedersächsischen Behörden ignoriert. Umso überraschender dass die Behörden jetzt plötzlich einräumen, die Schreiben mit den Drohungen von Volker Leiter u.a. sehr wohl erhalten zu haben.

Aktuell an mich herangetragene Fälle weisen darauf hin, dass das Demokratiebewusstsein in den Führungsetagen von Polizei- und Ermittlungsbehörden in Niedersachsen offensichtlich aufhört, wenn Bürger aufbegehren. Hiervon kann die ehemalige Angestellte der Polizeidirektion Hannover Renate Schaper ein Lied singen. Nachdem sie sich gegen ihre Entlassung und den ihr nicht mitgeteilten Einbehalt von Versicherungsbeträgen aus einem privaten Unfall durch die Polizeidirektion gewehrt hat, wurde sie mit zweifelhaften Strafanzeigen konfrontiert. Tragisch auch das Schicksal des Malermeisters Peter Möhle aus Wolfsburg. Der Handwerker sieht sich von der Polizeiinspektion Wolfsburg um seine berufliche Existenz gebracht. Die diensthabenden Polizeibeamten hatten sich nach einem nächtlichen Anruf des Schwerverletzten geweigert, zum Tatort zu kommen. Möhle selbst beschuldigte seinen Schwiegersohn und vormaligen Polizeiarzt der Gewalttat, die ihn nach eigenem Bekunden zum Krüppel gemacht habe. Er ist überzeugt, dass die Polizei den Polizeiarzt schützen sollte. Die Polizeiinspektion Wolfsburg ist kürzlich bundesweit ins Gerede gekommen, da ihrem vormaligen Leiter Podehl die sexuelle Belästigung einer Mitarbeiterin vorgeworfen wurde. Die strafrechtlichen Ermittlungen wurden inzwischen eingestellt. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft in einem anderen Fall angeblicher sexueller Belästigung Anklage gegen Podehl erhoben. In den Amtsstuben kursieren unterdessen Gerüchte, dass sich hier womöglich ein zweiter Fall Kachelmann abzeichnen könnte. Immerhin hat Polizeipräsident Michael Pientka auf meine Anfrage zum Fall Möhle eine Stellungnahme zugesagt. Dies unterscheidet ihn wohltuend vom Landespolizeipräsidenten und dem Polizeipräsidenten von Hannover, die Anfragen von mir seit Monaten konsequent ignorieren.

Über unzutreffende Aussagen der Polizeibehörden, falsche Verdächtigungen und Bedrohungen, die dem Fall Mertins frappierend gleichen, klagt auch der frühere Staatsschutzbeamte Hans G. Brasche. Sein Fall kann es an Dramaturgie und Gefahrenlage mit jedem James-Bond Film aufnehmen. Der Fall offenbart einen Zustand der Sicherheitsarchitektur des Landes Niedersachsen, der jeden redlichen Bürger in Angst und Schrecken versetzen muss. Ob die Versuche, mich als Gossenschreiberin zu verunglimpfen, glasklare Fakten zu ignorieren, meine Strafanzeigen mit fadenscheinigen Argumenten vom Tisch zu wischen und mich durch „Beschlagnahme“ der Dateien meines Blogs zu verunsichern, am Ende Erfolg haben, bleibt abzuwarten. Vielleicht lässt der (noch) amtierende Innenminister Boris Pistorius seiner Forderung nach einer transparenten Fehlerkultur der Polizei endlich Taten folgen. Mit dem Eingeständnis, dass die Behördenleitungen die mit Mordddrohungen versehenen Schreiben von Volker Leiter und den anderen Kameraden sehr wohl erhalten haben, wurde ein erster Schritt in die richtige Richtung getan.

Letzte Änderung amFreitag, 17 November 2017 21:03 Gelesen 5063 mal

2 Kommentare

  • Henning von Stosch
    Henning von Stosch Donnerstag, 09. November 2017 07:05 Kommentar-Link

    Sehr geehrte Frau Raddatz,
    vielen Dank für Ihr Buch. Ich habe vier Exemplare davon gekauft, weil seine Verbreitung sehr wichtig ist.

    Sie beschreiben Geschehnisse, die unbedingt in einen größeren Zusammenhang gestellt werden müssen.
    Ich bin vor ein paar Tagen über einen Ausspruch des Papstes Benedikt XVI am 22. September 2011 in Berlin vor dem Deutschen Bundestag gestolpert. Dort zitiert Benedikt XVI den heiligen Augustinus mit dem Ausspruch „Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande“.
    Diese einfache Feststellung muß auch heute noch von jedem Demokraten unterschrieben werden.
    Die Rede des Papstes ist hier nachzulesen:
    http://w2.vatican.va/content/benedict-xvi/de/speeches/2011/september/documents/hf_ben-xvi_spe_20110922_reichstag-berlin.html .

    Frau Raddatz, auf Seite 25 Ihres Buches beschreiben Sie, wie Teile einer Gerichtsakte in den Besitz von Privatpersonen gewesen sind, die keinen Zugang zu dieser Akte gehabt haben können! Auch ich bin Opfer der Weitergabe von Aktenbestandteilen MEINER AKTE an Privatleute geworden. Interessanterweise handelte es sich um Privatleute, die mich vorher ungerechtfertigter Weise bei genau der Behörde denunziert hatten, die dann Teile meiner Akte „rausrückten“!
    Der verantwortliche Behördenleiter hat durch Stillschweigen und Untätigkeit die volle Verantwortung für diese bodenlose Schlamperei übernommen.

    Sehr geehrte Frau Raddatz: Es gibt zu den von Ihnen geschilderten Fällen offensichtlich einen ganzen Eisberg von Parallelfällen. Die meisten Fälle sind „unsichtbar“ (weil der größte Teil eines Eisberges eben unter Wasser ist) und werden deshalb von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen. Ihr Buch wird wahrscheinlich eine Lawine auslösen, die hoffentlich nur SCHULDIGE in den Abgrund reißen wird!

    Es gibt noch ein Grund für die zu erwartende Lawine. Durch eine zufällige Fernsehsendung in einem Regionalsender in den USA wurde die Impfproblematik plötzlich sichtbar. Die Schulmedizin leugnete jeden Zusammenhang einer Impfung mit nachfolgenden Schäden. Alle betroffenen Eltern (TAUSENDE!!!!) berichteten nach der Fernsehsendung aber über genau parallele Entwicklungen in ungewünschter Richtung ihrer Kinder. DAS löste eine Gegenbewegung aus, die an die Öffentlichkeit ging.
    Sie finden diese Zusammenhänge in dem Video: GEIMPFT! VAXXED Die schockierende Wahrheit!? (Busch Media Group) http://www.buschmediagroup.com .
    Sehr geehrte Frau Raddatz: Das von Ihnen geöffnete „Höllenloch“ ist wahrscheinlich größer und tiefer, als Sie es im Moment ahnen. Gebe Ihnen Ihr Glaube die Kraft der Wahrheit und den Fakten ins Gesicht zu schauen und Ihre Ergebnisse zu veröffentlichen!
    Wenn der Herrgott Sie auch nur für einen einzigen Pfennig liebt, dann wird er Sie beschützen.
    Ihr
    Henning von Stosch

  • Heike
    Heike Donnerstag, 02. November 2017 18:54 Kommentar-Link

    Liebe Frau Raddatz,
    danke für Ihren Mut. Ich höre mir grad Ihr Interview auf Steinzeit an und möchte Ihnen mal einen Link zukommen lassen:
    https://www.youtube.com/watch?v=Rk6I9gXwack
    Rainer Mausfeld zeigt sehr deutlich auf, wie uns "Demokratie" vorgegaukelt wird. Sie sprechen bei Robert Stein vom "Rechtsstaat". Haben wir den wirklich???
    Liebe Grüße von Heike

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